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Kultur für alle 2019

Kartenausgabe im Mehrgenerationenhaus Rosenheim

Wir sind wieder Ausgabestelle der Karten von »Kultur für alle«

Das langjährig bewährte Projekt des Kultur Forums Rosenheim und den Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim geht in eine weitere Runde. Unter dem Titel „Kultur für alle“ haben Menschen mit geringem Einkommen ab sofort wieder die Möglichkeit, kostenlos an Kulturveranstaltungen teilzunehmen. Die Ausgabestelle bei uns im Haus befindet sich im 2. Stock, ganz hinten links im Büro bei Frau Westner. Das Angebot reicht von Trachtenvereinen über das Stadtspiel in Rosenheim, das Gitarrenfestival in Bad Aibling und Highlights im KU‘KO bis zu den Rosenheimer Kleinkunsttagen. Nicht nur Bezieher von Arbeitslosengeld 2, auch Menschen mit geringer Rente, Geringverdiener mit Wohngeldanspruch gehören zu den Berechtigten. Neben der Ausgabe bei uns im AWO-Mehrgenerationenhaus sind Karten auch bei den Tafeln und der KASA der Diakonie Rosenheim erhältlich.

Wir danken dem Kultur Forum Rosenheim und den Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und für den Landkreis Rosenheim im Namen unserer Nutzerinnen und Nutzer für dieses wirklich tolle Angebot! So können Menschen, die es sich aus unterschiedlichsten Gründen sonst nicht leisten könnten, einmal wieder – vielleicht sogar gemeinsam mit einem Freund – einen richtig schönen Abend genießen. DANKE!

AWO Jahresempfang für Mitarbeiter*innen 2019

AWO Jahresempfang für Mitarbeiter*innen 2019Am Donnerstag, 24.01.2018 fand im Mareis Saal in Kolbermoor der Neujahrsempfang der Arbeiterwohlfahrt Rosenheim statt. Über 400 AWO-Mitarbeiter/innen wurden zu der Feierlichkeit geladen und zahlreiche Mitarbeiter konnten für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet werden. Kreisvorsitzender Peter Kloo bedankte sich bei jedem Einzelnen sehr herzlich für den Einsatz und Engagement. Die musikalische Umrahmung übernahm die Band „Combo „Jazzed Married“ von der Musikschule Kolbermoor. Höchst unterhaltsam war das Highlight der Clown Pippo (Stefan Pillokat).

Viele unserer Mitarbeiter*innen halten uns lange Jahre die Treue.Der AWO Kreisverband Rosenheim, stellvertreten durch den Vorsitzenden Peter Kloo, lässt es sich nicht nehmen, diese im Rahmen der Feierlichkeiten des Jahresempfanges zu ehren.Im Jahre 2018 waren folgende Jubiläen zu feiern:10 JahreBrigitte Caggiano, Kathrin Kirsch, Bianca Riedl, Elke Seidl, Ingrid Hanzing20 JahreAlexandra Röckl25 JahreGabriele Driessler, Helga Flammer, Gertrud Kaiser, Astrid Wolf35 JahreCornelia EnglhartBild von links nach rechts:Gabriele Driessler, Helga Flammer, Bianca Riedl, Elke Seidl, Gertrud Kaiser, Cornelia Englhart

Inge-Gabert-Preis für AWO-Projekt „Stark-im-Beruf – Rosenheim COBS“

Inge-Gabert-Preis für AWO-Projekt „Stark im Beruf – Rosenheim COBS“

für Im Dezember wurde der renommierte und mit 2500,- € dotierte „Inge-Gabert-Preis“ an die Mitarbeiterinnen des Projekts „Rosenheim-COBS“ im Rahmen des Förderprogramms „Stark-im-Beruf“ des Europäischen Sozialfonds verliehen. Der Preis, vergeben vom AWO Bezirksverband Oberbayern, ist nach der 1994 verstorbenen Inge Gabert benannt, die sich beispielhaft für das Allgemeinwohl engagierte und wird alle zwei Jahre vergeben. „Stark-im-Beruf – Rosenheim COBS“ ist ein Projekt, in welchem Mütter mit Migrationshintergrund bei ihrer beruflichen und sozialen Integration unterstützt werden. COBS steht dabei für Coaching, Orientierung, Beruf und Selbstwert. Hintergrund ist die Tatsache, dass Mütter mit Migrationshintergrund deutlich seltener berufstätig sind als andere. Das Projekt wird vom Familienministerium (BMFSFJ), dem Europäischen Sozialfonds (esf) und den Jobcentern Rosenheim Stadt und Landkreis finanziert und von der Rosenheimer AWO durchgeführt. In Einzelcoaching, Gruppenangeboten und Arbeitserprobungen werden die Teilnehmerinnen dabei begleitet, sich beruflich zu qualifizieren, sowie Familie und angestrebte Arbeitsaufnahme miteinander zu vereinbaren wusste Nicole Schley, Präsidentin des AWO-Bezirksverbands Oberbayern und Laudatorin der Preisverleihung zu berichten. Das Beispiel einer syrischen Mutter zeigt, wie die Arbeit des Projekts in der Praxis aussehen kann: die Frau mit drei Kindern hatte in der Heimat in der Apotheke ihres Mannes ohne Ausbildung mitgearbeitet. Auf der Flucht nach Deutschland musste sie ihren Mann mit dessen erkrankter Mutter in Italien zurücklassen, da die Gesundheit der Großmutter eine Weiterreise verhinderte und der Mann sich seiner Mutter gegenüber verpflichtet sah. Somit war sie nun in Deutschland alleinerziehend. Hinzu kamen noch diverse Probleme durch die beengte Unterbringung in der Flüchtlingsunterkunft, psychische Belastungen, die Trennung vom Ehepartner…Während der Teilnahme im COBS-Projekt absolvierte sie ein Praktikum in einer hiesigen Apotheke. Da sie sich sehr arbeitswillig und mit diversen Vorkenntnissen zeigte, war die Apotheke bereit ihr einen Ausbildungsplatz als PTA anzubieten. Bis zum Ausbildungsstart konnte sie dort als Hilfskraft arbeiten und absolvierte einen von den COBS vermittelten Abend-Sprachkurs, weil für die Ausbildung das Sprachniveau B2 notwendig ist. Parallel sorgten die Projektmitarbeiterinnen für die Zeugnisanerkennung ihres syrischen Abiturs und sie machte den Führerschein (um dann für die Apotheke auch als Ausfahrerin tätig sein zu können) während sie sich „nebenbei“ eben noch alleinerziehend um die drei Kinder kümmerte. Heute macht die Frau ihre Ausbildung zur PTA. Eine enorme Integrationsleistung der Frau, zu der ihr im COBS-Projekt die Wege gezeigt wurden und sie dabei begleitet, motiviert und unterstützt wurde. „Stark-im-Beruf – Rosenheim COBS“ wird von der AWO seit 2015 durchgeführt und hat seither knapp 200 Frauen aus Stadt und Landkreis Rosenheim unterstützt. Bei etwa einem Drittel der Teilnehmerinnen gelang der Berufseinstieg noch während der je viermonatigen Teilnahme, bei den anderen wurden erste Schritte notwendiger Qualifikationsmaßnahmen, Verbesserungen der Kinderbetreuungssituation, Klärung gesundheitlicher Fragen und vieles mehr unternommen und individuell auf die Situation und den Bedarf der Mutter zugeschnittene Hilfestellungen geleistet. In Anerkennung dieser Integrationsleistungen erhielt das Projekt den Preis. Ein mögliches Foto dazu ist als JPG beigefügt.

Im Bild: Nicole Schley (rechts), Präsidentin des Bezirksverband Oberbayern der AWO mit den COBS-Mitarbeiterinnen bei der Übergabe des Inge-Gabert-Preises, von links: Petra Beyer, Martina Willke und Sabrina Fassio

Inge-Gabert-Preis für Rosenheim COBS“

Sprachförderung und Integration als Ziel

Sprachförderung und Integration als Ziel

In den Kitas der Arbeiterwohlfahrt in Stadt und Landkreis wurden und werden 2018 viele Kinder von Flüchtlingsfamilien betreut.

Auch 2018 konnten durch die Förderung des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration in Bayern einige schöne und in der täglichen Arbeit mit Flüchtlingskindern und ihren Familien hilfreiche Dinge finanziert werden.

So wurden für den Hortbereich einige Tabletts angeschafft, die die Kinder mit entsprechenden Programmen in Ihrer Sprachentwicklung fördern. Für die Kleinen in Krippe und Kindergarten wurden Püppchen und Spielmaterial angeschafft, das bei der Sprachentwicklung und Identifikation helfen soll. Ebenfalls durch die Projektförderung des Staatsministeriums war es möglich, eine Boulderwand und neue Geräte zum Toben zu besorgen, um den Kindern einen Ausgleich zu bieten zu den oftmals engen Unterkünften, die dem Bewegungsbedürfnis der Kinder nicht gerecht werden.

Durch die zusätzliche Förderung wurde versucht, einen Weg zu bereiten für die Integration dieser Familien in den deutschen Alltag. Der AWO Kreisverband Rosenheim e.V. und seine Mitarbeiter sind erfreut, dass über diese Förderung höchstwahrscheinlich auch für das Jahr 2019 wieder zusätzliche Mittel vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt werden. So können weiterhin Projekte zur Sprachförderung und Integration der Familien und Kinder realisiert werden können.

Nachbericht zum Fachvortrag Weibliche Genitalverstümmelung

Nachbericht zum Fachvortrag „Weibliche Genitalverstümmelung“

Im Mehrgenerationenhaus der AWO fand kürzlich ein Vortrag zu weiblicher Genitalverstümmelung statt. Die gut besuchte Veranstaltung wurde organisiert von der Migrationsberatung und der Abteilung Kindertagesstätten der Arbeiterwohlfahrt.

Die Referentin Juliane von Krause von „Terre des Femmes“ berichtete eindrucksvoll über die verschiedenen Formen der weiblichen Genitalverstümmelung, über die weltweite Verbreitung sowie die schwerwiegenden Folgen. Betroffene Frauen und Mädchen leiden ihr Leben lang unter den Folgen der Verstümmelung. Die Auswirkungen reichen von körperlichen Einschränkungen, über posttraumatische Belastungsstörungen bis hin zum Tod durch Verbluten oder Infektionen.

„Terre des Femmes“ setzt sich durch aktive Aufklärungsarbeit weltweit gegen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung ein. Am meisten verbreitet sei die Praxis in Ägypten, Sudan, Mali, Somalia, Indonesien und Äthiopien. Die Referentin warnte jedoch vor einem Pauschalverdacht bei Frauen aus diesen Ländern. Entgegen der allgemeinen Auffassung ist die weibliche Genitalverstümmelung keine islamische Praxis, sondern komme auch in christlich geprägten Ländern, meist innerhalb einer bestimmten Ethnie vor.

Auch hier in Deutschland lebende Mädchen können gefährdet sein verstümmelt zu werden, insbesondere bei Urlaubs-Aufenthalten im Herkunftsland. Frauen aus den betroffenen Ländern müssten aufgeklärt werden, denn ihre Töchter gehörten zum gefährdeten Personenkreis auch in Deutschland. Juliane von Krause plädiert dafür, dass Beraterinnen, pädagogisches Personal und ehrenamtliche HelferInnen bei entsprechendem Verdacht den Kontakt zu den Eltern suchen. Dabei sei sensibles Vorgehen gefragt. Da das Thema als absolutes Tabu gilt, sei es umso wichtiger zum Schutz der Kinder Aufklärung zu betreiben.

Neue Projektleitung im MGH Rosenheim

Eine Ära geht zu Ende

Nun ist es amtlich. Fast seit dem Startschuss des Mehrgenerationenhauses 2007, unter der Trägerschaft des AWO Kreisverbandes Rosenheim e.V., war Klaus Schindler (re) das prägende Gesicht des Projektes. Nach über 10 Jahren des Aufbaus unterschiedlichster, ehrenamtlich geführter Angebote für die vielfältigen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger Rosenheims, geht nun eine Ära zu Ende. Klaus Schindler bleibt weiterhin beim AWO Kreisverband und ist nun als Bereichsleiter Soziale Dienste in leitender Position tätig.

Er gibt die Verantwortung, sein Wissen und umfangreiche Netzwerkkontakte an seine beiden Nachfolgerinnen im Bundesprogram Mehrgenerationenhäuser, Katharina Gaiduk (mitte) und Franziska Stremming (li), weiter (siehe Bild mit symbolischer Übergabe eines kleinen Mehrgenerationenhauses). Die sehr gut genutzten Angebote wie die Tafelrunde und die Schülerpaten können, mit ihren vielen engagierten Freiwilligen aus Stadt und Landkreis, nahtlos von den beiden Sozialpädagoginnen übernommen. Neu dazu kommen in nächster Zeit zwei weitere Schwerpunkte. Frau Stremming wird Informations- und Schulungsangebote für ältere Menschen zum Umgang mit digitalen Medien konzipieren und anbieten, welche durch das bayrische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert werden. Frau Gaiduk kümmert sich im Ramen der Alphadekade (2016 – 2026) um Sensibilisierung und Vernetzung in der Stadt zum wichtigen Thema Funktionaler Analphabetismus, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren. Frauen und Jugend. Wenn Sie Interesse haben etwas über das Mehrgenerationenhaus und die aktuellen Angebote zu erfahren oder sich, auch gerne mit eigenen Ideen, engagieren wollen, melden Sie sich einfach unter 08031/941373-21.

 

 

Übergabe eines symbolischen Mehrgenerationenhauses von Klaus Schindler (re)
an seine beiden Nachfolgerinnen Katharina Gaiduk (mitte) und Franziska Stremming (li)

Wohlfühlwerk für junge Eltern

Engpass bei der Tafelrunde

Essensangebot im Mehrgenerationenhaus vorübergehend nur noch mittwochs

Die Ausgabe eines frisch zubereiteten Mittagessens im Mehrgenerationenhaus (MGH), genannt „Tafelrunde“, existiert nun schon seit fast elf Jahren. Das Angebot hat sich zu einem festen Termin im Leben vieler Besucher entwickelt. Die vielen Stammgäste wissen es zu schätzen für den geringen Beitrag von 1,50 € oder 3,50 € – je nach Einkommen – ein komplettes Menü und die Möglichkeit der ungezwungenen Gesellschaft zu erhalten. Manche, insbesondere ältere Menschen, finden hier beim gemeinsamen Mittagessen Kontakte, die ihnen in ihrem alltäglichen Leben fehlen. Andere haben nie gelernt zu kochen und sind so dankbar, sich im Mehrgenerationenhaus ein vollwertiges Essen leisten zu können, wiederum andere kommen einfach, weil es gut schmeckt.

Für das leibliche Wohl sorgen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Mehrgenerationenhauses und des Vereins „Wir Alle e.V.“, die sich als „Tafelritter“ um die Gäste kümmern. Doch leider ist der Kreis an Helfern aus verschiedenen Gründen stark zusammengeschrumpft. Dadurch muss die bislang zweimal wöchentliche Speisenausgabe auf einmal pro Woche reduziert werden. Deshalb sucht das Mehrgenerationenhaus nun nach Menschen, die sich im Team der „Tafelritter“ engagieren wollen. Zur Aufgabe gehört die Zubereitung und Ausgabe des Mittagessens. Das Spülen übernimmt eine Gastro-Spülmaschine, so dass sich die abschließenden Aufräumarbeiten in Grenzen halten. Die Einsätze an Montagen und Mittwochen gehen von etwa 9.00 bis 13.00 Uhr. Wie oft geholfen wird ist flexibel handhabbar, von einmal pro Woche bis hin zu monatlicher Hilfe ist alles denkbar.

Fragen zur Tafelrunde beantwortet Projektleiter Klaus Schindler gerne unter 08031/941373-21.

Die „Tafelritter“ Angie Lippert und Ferdinand Walesch hoffen auf Unterstützung.