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Nachbericht zum Fachvortrag „Weibliche Genitalverstümmelung“

Im Mehrgenerationenhaus der AWO fand kürzlich ein Vortrag zu weiblicher Genitalverstümmelung statt. Die gut besuchte Veranstaltung wurde organisiert von der Migrationsberatung und der Abteilung Kindertagesstätten der Arbeiterwohlfahrt.

Die Referentin Juliane von Krause von „Terre des Femmes“ berichtete eindrucksvoll über die verschiedenen Formen der weiblichen Genitalverstümmelung, über die weltweite Verbreitung sowie die schwerwiegenden Folgen. Betroffene Frauen und Mädchen leiden ihr Leben lang unter den Folgen der Verstümmelung. Die Auswirkungen reichen von körperlichen Einschränkungen, über posttraumatische Belastungsstörungen bis hin zum Tod durch Verbluten oder Infektionen.

„Terre des Femmes“ setzt sich durch aktive Aufklärungsarbeit weltweit gegen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung ein. Am meisten verbreitet sei die Praxis in Ägypten, Sudan, Mali, Somalia, Indonesien und Äthiopien. Die Referentin warnte jedoch vor einem Pauschalverdacht bei Frauen aus diesen Ländern. Entgegen der allgemeinen Auffassung ist die weibliche Genitalverstümmelung keine islamische Praxis, sondern komme auch in christlich geprägten Ländern, meist innerhalb einer bestimmten Ethnie vor.

Auch hier in Deutschland lebende Mädchen können gefährdet sein verstümmelt zu werden, insbesondere bei Urlaubs-Aufenthalten im Herkunftsland. Frauen aus den betroffenen Ländern müssten aufgeklärt werden, denn ihre Töchter gehörten zum gefährdeten Personenkreis auch in Deutschland. Juliane von Krause plädiert dafür, dass Beraterinnen, pädagogisches Personal und ehrenamtliche HelferInnen bei entsprechendem Verdacht den Kontakt zu den Eltern suchen. Dabei sei sensibles Vorgehen gefragt. Da das Thema als absolutes Tabu gilt, sei es umso wichtiger zum Schutz der Kinder Aufklärung zu betreiben.

Eine Ära geht zu Ende

Nun ist es amtlich. Fast seit dem Startschuss des Mehrgenerationenhauses 2007, unter der Trägerschaft des AWO Kreisverbandes Rosenheim e.V., war Klaus Schindler (re) das prägende Gesicht des Projektes. Nach über 10 Jahren des Aufbaus unterschiedlichster, ehrenamtlich geführter Angebote für die vielfältigen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger Rosenheims, geht nun eine Ära zu Ende. Klaus Schindler bleibt weiterhin beim AWO Kreisverband und ist nun als Bereichsleiter Soziale Dienste in leitender Position tätig.

Er gibt die Verantwortung, sein Wissen und umfangreiche Netzwerkkontakte an seine beiden Nachfolgerinnen im Bundesprogram Mehrgenerationenhäuser, Katharina Gaiduk (mitte) und Franziska Stremming (li), weiter (siehe Bild mit symbolischer Übergabe eines kleinen Mehrgenerationenhauses). Die sehr gut genutzten Angebote wie die Tafelrunde und die Schülerpaten können, mit ihren vielen engagierten Freiwilligen aus Stadt und Landkreis, nahtlos von den beiden Sozialpädagoginnen übernommen. Neu dazu kommen in nächster Zeit zwei weitere Schwerpunkte. Frau Stremming wird Informations- und Schulungsangebote für ältere Menschen zum Umgang mit digitalen Medien konzipieren und anbieten, welche durch das bayrische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert werden. Frau Gaiduk kümmert sich im Ramen der Alphadekade (2016 – 2026) um Sensibilisierung und Vernetzung in der Stadt zum wichtigen Thema Funktionaler Analphabetismus, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren. Frauen und Jugend. Wenn Sie Interesse haben etwas über das Mehrgenerationenhaus und die aktuellen Angebote zu erfahren oder sich, auch gerne mit eigenen Ideen, engagieren wollen, melden Sie sich einfach unter 08031/941373-21.

 

 

Übergabe eines symbolischen Mehrgenerationenhauses von Klaus Schindler (re)
an seine beiden Nachfolgerinnen Katharina Gaiduk (mitte) und Franziska Stremming (li)

Fachvortrag über weibliche Genitalverstümmelung

Am Donnerstag, 20.09.2018 findet von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr im AWO-Mehrgenerationenhaus ein Fachvortrag über weibliche Genitalverstümmelung statt.

Der Eintritt ist frei – Spenden sind erwünscht.

Anmeldung und Informationen erhalten Sie bei Sieglinde Franzler, Tel. 08031-4015402 oder per Email sieglinde.franzler@awo-rosenheim.de 

Download:

Plakat zum Vortrag Weibliche Geniatalverstümmelung

Auszeichnung mit der AWO-Ehrenmedaille 2018

Bei der diesjährigen Verleihung der AWO-Ehrenmedaille im Franz-Pelzl-Haus konnte Kreisvorsitzender Peter Kloo neben seinen Vorstandskollegen und den Ortsvorsitzenden viele weitere Gäste begrüßen: die stv.  AWO-Landesvorsitzende Kathrin Sonnenholzner MdL, Christian Willwerth vom AWO-Bezirksverband Oberbayern, den AWO-Ehrenvorsitzenden Herbert Weißenfels, die stv. Landrätin Alexandra Burgmaier, den Bezirksrat Josef Hofer, Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner, Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter, Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, Priens zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster, Amerangs zweiter Bürgermeister Konrad Linner, Caritas-Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann sowie zahlreiche Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte.

Auf die große Bedeutung des Ehrenamts in heutiger Zeit wies stellvertretende Landrätin Alexandra Burgmaier, die in Vertretung von Landrat Wolfgang Berthaler und Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer sprach, in ihrem Grußwort hin: „Die Ehrenamtlichen sind der ´Kitt unserer Gesellschaft` und extrem wichtig für eine funktionierende Gesellschaft.“ In ihrer Funktion als stellvertretende AWO-Kreisvorsitzende sei sie viel an der Basis in den Ortsvereinen unterwegs. Das Engagement dort „im Dienste am Menschen“ sei überragend und immer wieder äußerst beeindruckend. Einer nicht wegzuleugnenden, zunehmenden „Sozialen Kälte“ in der Gesellschaft stelle man sich in den AWO-Ortsvereinen des Kreisverbandes mit höchstem Engagement entgegen und halte Werte wie Toleranz, Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Solidarität hoch.

Christian Willwerth, Leiter „Bürgerschaftliches Engagement“ des AWO-Bezirksverbandes, betonte in seinem Grußwort, wie stolz die AWO-Oberbayern auf den Kreisverband Rosenheim sei.

Kathrin Sonnenholzner, MdL, zeigte als stellvertretende Landesvorsitzende mit einem kurzen Blick zurück in die Geschichte, wie die Lebensumstände waren als Marie Juchacz vor knapp 100 Jahren die Arbeiterwohlfahrt gegründet hat. In der AWO habe man immer schon ein gutes Gespür gehabt, wo soziale Hilfe am meisten benötigt werden. War es 1919 die Einrichtung von Nähstuben, die die dramatische Situation vieler Frauen lindern konnte, sind es heute beispielsweise die Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft, der man sich auch in der AWO, beispielsweise durch Migrationsberatung und Helferkreise, stelle. Leider gehe auch im „reichen“ Bayern die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf: „Kinder aus armen Familien haben automatisch geringere Bildungschancen und schlechtere Zukunftsaussichten. Die prekären Beschäftigungsverhältnisse führen zu Armut und später in die Altersarmut. Diese Probleme müssen engagiert angegangen werden und die AWO trage Tag für Tag ihren Teil dazu bei.

Die Ehrenmedaille 2018 erhielten Elke Flender-Back aus dem AWO Ortsverein Prien, Horst Freiheit aus dem Ortsverein Au-Bad Feilnbach, Anne Höffer von Loewenfeld aus dem Ortsverein Wasserburg und Marianne Reitberger aus dem Ortsverein Bruckmühl.

In seiner Laudatio hob Kreisvorsitzender Peter Kloo die Leistungen der Geehrten hervor:

Elke Flender-Back ist seit 2008 Vorsitzende des Ortsvereins Prien, der mit über 300 Mitgliedern der größte Ortsverein im AWO-Kreisverband Rosenheim ist. Mittlerweile sei sie mehrere Tage in der Woche für die zahlreichen Projekte der AWO Prien wie beispielsweise die Begegnungsstätte, die Bücher- und Flohmärkte, das Kindertheater, die „Hilfen für den Haushalt“, die „offene Ganztagesschule“ unterwegs. Zudem war Flender-Back beim Aufbau des AWO-Sozialkaufhauses in Prien beteiligt, das seit 2014 erfolgreich in Betrieb ist.

Horst Freiheit ist seit 2012 ehrenamtlicher Revisor beim AWO-Kreisverband. Als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater kann er stets wertvolle Hinweise im steuerrechtlichen Bereich und für die korrekte Erledigung der Finanzbuchhaltung im Kreisverband geben. Besonders hervorzuheben ist sein zeitintensiver Einsatz bei der Fertigstellung der Jahresabschlüsse 2012 bis 2014. Außerdem steht Horst Freiheit als fachlicher Berater für alle Ortsvereine stets zur Verfügung.

Anne Höffer von Loewenfeld ist seit über 34 Jahren AWO-Mitglied und seit 2008 Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Wasserburg. Tatkräftig organisierte sie im Jahr 2016 den Umzug des Ortsvereins in die neuen Räumlichkeiten des Cafesito im Bürgerbahnhof. Höffer von Loewenfeld leitet den Seniorenclub und hat Projekte wie PC- und Internetkurse ins Leben gerufen. Derzeit plant sie Video- und Filmvorführungen sowie ein Kultur- und Abo-Essentreffen für die sogenannten „Jungen Alten“.

Seit 2001 organisiert Marianne Reitberger das monatliche Singen im Altenheim, seit 2009 ist sie Beisitzerin im Ortsverein Bruckmühl. Als Betreuerin bei Kinderausflügen des Ortsvereins oder als Helferin im Losstandwagen, bei Festen und Veranstaltungen und als Verwalterin des Pressearchivs ist Marianne Reitberger immer da, wo Hilfe gebraucht wird. Seit 2015 ist sie zudem für die Geburtstagsbesuche von Bruckmühler AWO-Mitgliedern zuständig.

Das Schlusswort kam von einer der Geehrten, Anne Höffer von Loewenfeld, selbst: „Ich habe einmal einen Satz gelesen, der mich sehr bewegt hat und dem ich mich mit vollem Herzen anschließen kann: Mit der AWO steht man immer auf der richtigen Seite!“

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Band „Ferien-Musi“ der Musikschule Kolbermoor.


Marianne Reitberger, Horst Freiheit, Anne Höffer von Loewenfeld,  AWO-Kreisvorsitzender Peter Kloo, Elke Flender-Back und stv. Landrätin Alexandra Burgmaier.

Essensangebot im Mehrgenerationenhaus vorübergehend nur noch mittwochs

Die Ausgabe eines frisch zubereiteten Mittagessens im Mehrgenerationenhaus (MGH), genannt „Tafelrunde“, existiert nun schon seit fast elf Jahren. Das Angebot hat sich zu einem festen Termin im Leben vieler Besucher entwickelt. Die vielen Stammgäste wissen es zu schätzen für den geringen Beitrag von 1,50 € oder 3,50 € – je nach Einkommen – ein komplettes Menü und die Möglichkeit der ungezwungenen Gesellschaft zu erhalten. Manche, insbesondere ältere Menschen, finden hier beim gemeinsamen Mittagessen Kontakte, die ihnen in ihrem alltäglichen Leben fehlen. Andere haben nie gelernt zu kochen und sind so dankbar, sich im Mehrgenerationenhaus ein vollwertiges Essen leisten zu können, wiederum andere kommen einfach, weil es gut schmeckt.

Für das leibliche Wohl sorgen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Mehrgenerationenhauses und des Vereins „Wir Alle e.V.“, die sich als „Tafelritter“ um die Gäste kümmern. Doch leider ist der Kreis an Helfern aus verschiedenen Gründen stark zusammengeschrumpft. Dadurch muss die bislang zweimal wöchentliche Speisenausgabe auf einmal pro Woche reduziert werden. Deshalb sucht das Mehrgenerationenhaus nun nach Menschen, die sich im Team der „Tafelritter“ engagieren wollen. Zur Aufgabe gehört die Zubereitung und Ausgabe des Mittagessens. Das Spülen übernimmt eine Gastro-Spülmaschine, so dass sich die abschließenden Aufräumarbeiten in Grenzen halten. Die Einsätze an Montagen und Mittwochen gehen von etwa 9.00 bis 13.00 Uhr. Wie oft geholfen wird ist flexibel handhabbar, von einmal pro Woche bis hin zu monatlicher Hilfe ist alles denkbar.

Fragen zur Tafelrunde beantwortet Projektleiter Klaus Schindler gerne unter 08031/941373-21.

Die „Tafelritter“ Angie Lippert und Ferdinand Walesch hoffen auf Unterstützung.

Gesundheitstage für alle Mitarbeiter

Wir organisieren in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern Gesundheitstage für unsere Mitarbeiter.

Folgende Punkte werden angeboten:

Durchführung eines Rückenchecks mit Beratung zur Haltung und Rückenübungen,

Ernährungsberatung und Körperfettmessung, sowie ein Vortrag zum Thema Stressbewältigung im Berufsalltag und vieles mehr…

Für weitere Infos und Termine wenden Sie sich bitte an Ihre Einrichtungsleitung.

Kreative Handarbeit

für alle Interessierten jeden Alters

Sie sind herzlich Willkommen zu unserer neuen Handarbeitsgruppe, egal ob mit Vorerfahrung oder ohne.

Ziel der Gruppe ist, ein gemeinsames Nähen, Stricken, Häkeln, Basteln in einer netten Runde bei Tee oder Kaffee. Es können eigene Ideen mitgebracht werden und auch gemeinsame Projekte entstehen.

Das gegenseitige Helfen, Inspirieren und Motivieren führen dazu, die Gruppe zu einem kreativen Erlebnis zu machen.

Wir treffen uns regelmäßig jeden 2. und 4. Freitag im Monat von 13.30 -15.30 Uhr im zweiten Stock des Mehrgenerationenhauses, unabhängig von den Ferien.

Jede und jeder kann teilnehmen, Unkostenbeitrag 1,50 € für´s Material.

AWO-Neujahrsempfang 2018

Am Donnerstag, 25.01.2018 fand im Kurhaus Bad Aibling der Neujahrsempfang der Arbeiterwohlfahrt Rosenheim statt. Die knapp 400 AWO-Mitarbeiter/innen wurden zu der Feierlichkeit geladen und zahlreiche Mitarbeiter konnten für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet werden. Kreisvorsitzender Peter Kloo bedankte sich bei jedem Einzelnen sehr herzlich für den Einsatz und Engagement. Die musikalische Umrahmung übernahm die Band „Combo „Jazzed Married“. Die Veranstaltung wurde mit eine wahren Highlight abgeschlossen: Die Tanzgruppe Inntal Raubling erhielt nach ihrer anspruchsvollen Tanzeinlage großen Applaus.

10 Jahre Jubiläum
Michaela Dandlberger, Martina Hellauer, Theresa Lach, Diana Dworaczek und Klaus Schindler geehrt.

15 Jahre Jubiläum
Tatjana Braunnagel, Petra Baur, Nadine Hagenbrock

20 Jahre Jubiläum
Stefan Berger, Marion Hammerschmidt

25 Jahre Jubiläum
Christine Leitner

30 Jahre Jubiläum
Waltraud Huber